Erster Platz beim Deutschlandfinale der World Robot Olympiad

Unter der Woche fand in Schwäbisch Gemünd das diesjährige Deutschlandfinale der World Robot Olympiad (WRO) statt. Während die Bundesliga schon Sommerpause hat, spielen sowohl die Deutsche Frauen- und die U21 Nationalmannschaft als auch das Team Legonardos vom Leo Fußball.

Zwischen dem Roboterfußball und dem menschlichen Fußball gibt es natürlich große Unterschiede. Der Roboter wird aus Legoteilen konstruiert. Damit dieser die Fähigkeiten eines Fußballspielers hat, fehlt allerdings noch die Sensorik und die Programmierung. Mit Hilfe eines IR-Sensors weiß der Roboter zu jedem Zeitpunkt, in welcher Richtung sich der Ball befindet, dementsprechend wo er hinfahren muss, um diesen zu bekommen. Der zweite wichtige Sensor ist der Kompass-Sensor, dank diesem Sensor erkennt der Roboter, ob er auf das eigene Tor zufährt und kann das Schießen eines Eigentores im besten Fall verhindern.



Bei der WRO in Deutschland gibt es zwei verschiedene Fußball Kategorien: Starter und Traditionell. Bei den Starter wird auf einem kleineren Spielfeld eins gegen eins gespielt. In der traditionellen Kategorie ist das Spielfeld größer und es spielen jeweils zwei Roboter gegeneinander.  Bereits im Halbfinale ende Mai nahmen noch zwei weitere Teams vom Leo in der traditionellen
Kategorie teil. Beide schossen aber knapp am Ziel vorbei sich für das Deutschlandfinale zu qualifizieren. Um so erfreulicher war es, dass sich Paulo (5.Klasse) in der Starter durchsetzen konnte.

Nach sechs Wochen technischen Veränderungen und Verbesserungen, ging es nun für Paulo, der im Finale durch Marlene unterstützt wurde, weiterer Begleiter und den Coach Herrn Meltzow in das schöne Schwäbisch Gemünd. Da die WRO mittlerweile ein sehr großer Wettbewerb mit über 4000 teilnehmenden Schülern und 300 Schulen in Deutschland ist, waren beim Finale insgesamt 109 Teams aus den unterschiedlichsten Kategorien anwesend.


Nach der Eröffnung und dem Bauteile Check begann das Finale für die Legonardos. Jetzt ging es darum den Roboter innerhalb von zwei Stunden vollständig aufzubauen und funktionsfähig zu machen. Anschließend wurde kontrolliert, ob der Roboter regelkonform ist, was bei dem von Paulo und Marlene der Fall war. Dann begann endlich die Hinrunde. Gespielt werden zwei Halbzeiten à 4 Minuten und mit einem Seitenwechsel. Vor dem ersten Spiel ist die Spannung für alle immer besonders groß, weil man erst im Spiel erfährt, ob der Roboter wirklich funktioniert und Tore schießt. Zum Glück hat er das im ersten Spiel gezeigt und die Legonardos gewannen 2:1. Nach diesem knappen Spiel folgte das nächste knappe Spiel. Zunächst sah alles nach einem hohen Sieg aus, da es zur Halbzeit 3:0 für die Legonardos stand. Aber unter anderem mit Hilfe von Eigentoren der Legonardos gelang es den Gegner aufzuholen. In allerletzter Sekunde erzielte das Team vom Leo noch den Siegtreffer, der zum Endstand von 5:4 führte. Das letzte Spiel für den ersten Tag wurde 5:0 gewonnen. Es wären wahrscheinlich auch noch mehr Tore gefallen, wenn es nicht die Regel gäbe, dass bei einer Tordifferenz von 5 Toren das Spiel abgebrochen würde. Der erste Tag wurde also mit 9 Punkten in drei Spielen erfolgreich mit dem Titel des „Herbstmeisters“ abgeschlossen. Für alle Beteiligten ging es jetzt so schnell wie möglich in die Jugendherberge, wo ein leckeres Abendessen auf alle wartete. Bei einem schönen Ausblick auf die schwäbische Landschaft wurde die Herbstmeisterschaft bis in die späten Abendstunden ausgiebig gefeiert.

Der zweite Tag startete um 9 Uhr. Der Zeitplan war etwas enger getaktet als am Tag zu vor, was das Warten für die Zuschauer auf die Spiele weniger langwierig machte. Die Legonardos konnten guten Gewissens die Rückrunde mit dem Ziel alle weiteren Spiele zu gewinnen antreten. Dass die Legonardos torgefährlich sind, haben sie schon in der Hinrunde gezeigt mit 12 geschossenen Toren, so viele wie der zweite Platz insgesamt geschossen hat. Diese Torgefährlichkeit machte sich auch in den ersten beiden Spielen der Rückrunde deutlich bemerkbar. Paulo und Marlene gewannen mit 4:2 und 5:3. Jetzt war der erste Platz sicher! Trotzdem sollte das letzte Spiel auch noch gewonnen werden. Zu Beginn sah es aber nicht gut aus, relativ zu Beginn kassierten die Legonardos ein Gegentor. Bis zum Schluss war es spannend, ob es ein Sieg oder ein Unentschieden werden würde. Doch der Roboter machte das, was er sollte und schoss den 3:2 Entstand.

Somit war das Ziel erreicht, alle 6 Spiele zu gewinnen. Mit 18 Punkten und 24 geschossenen Toren waren die Legonardos unerreichbar für den zweiten Platz mit 9 Punkten. Dieser beachtliche Sieg von Paulo und Marlene wurde mit viel Applaus und einem Pokal auf der großen Tribüne gekrönt.
Dieser überragende Sieg in der Starterkategorie beim Deutschlandfinale lässt uns hoffnungsvoll, die Vorbereitungen für die nächste Robotersaison 2020 starten.


https://www.worldrobotolympiad.de/saison-2019/deutschlandfinale
30.06.2019 Philipp (EF)

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