Lernen und Üben im Ganztag 2.0

 

 

 

Als gebundene Ganztagsschule erteilt das Gymnasium St. Leonhard keine schriftlichen Hausaufgaben, weder an langen noch an kurzen Tagen. Gemäß Hausaufgabenerlass finden nur mündliche Aufgaben, wie z.B. Vokabellernen und das Lesen von Lektüren, sowie die Vorbereitung auf Klassenarbeiten weiterhin zuhause statt.

Um dennoch genügend Zeiten zum Lernen & Üben, Anwenden und Vertiefen im Fachunterricht bzw. in der Schule zu gewährleisten, hat das SLG folgendes Konzept entwickelt:

  1. Alle Kurse sind möglichst als Doppelstunden So haben die Lehrkräfte genügend Zeit, Übungsphasen in den Unterricht zu integrieren, und die Schülerinnen und Schüler können sich auf wenige Fächer pro Tag konzentrieren.
  2. Das SLG hat das von der Landesregierung vorgegebene Stundenkontingent von je 9 Wochenstunden für die Hauptfächer in Jahrgang 5 und 6 um eine Stunde erhöht. Diese Unterrichtsstunde wird im Stundenplan gesondert als „Lernzeit Deutsch“, „Lernzeit Mathematik“ usw. ausgewiesen und ist dem Üben und Wiederholen vorbehalten.
  3. Alle Lehrkräfte werden regelmäßig in Konferenzen auf die Thematik des Lernens und Übens aufmerksam gemacht, um die Einhaltung des Erlasses zu gewährleisten. Als psychologisches Moment haben wir die im Stundenplan für Hausaufgaben ausgewiesene Zeit auch umbenannt in "LÜZ" (Lern- und Übungszeit), damit für jeden klar ist, dass auch die Übungsphasen in den Schulalltag integriert werden müssen.
  4. An den langen Tagen findet obligatorisch, je nach Jahrgang einmal oder zweimal in der Woche (mittwochs und/ oder donnerstags), zwischen 14.00 und 15.00 Uhr eine LÜZ statt. Die Klassen werden hierfür in zwei Gruppen geteilt, einerseits um Ruhe und Konzentration zu gewährleisten, andererseits um eine individuelle Betreuung zu erleichtern.
  5. Um eine gleichmäßige Verteilung der Lern- und Übungsaufgaben zu gewährleisten, stehen den Fächern bestimmte Zeitkontingente zur Verfügung, die sie während der Woche vergeben können, z.B. in Jahrgang 5 und 6 für jedes Hauptfach 20 min. Für die Einhaltung der Zeitkontingente sind die jeweiligen Fachlehrerinnen und -lehrer verantwortlich.
  6. Lern- und Übungsaufgaben können nur für den Folgetag aufgegeben werden, sofern entweder im Stundenplan eine LÜZ oder eine fachspezifische Lernzeit vorgesehen ist.
  7. Um Ballungen zu vermeiden, werden die Klassenarbeiten in den Hauptfächern zentral verteilt. In der Unterstufe gilt die Regel, dass – neben den regelmäßigen Vokabeltests und schriftlichen Übungen – nur eine Klassenarbeit pro Woche geschrieben wird. Diese Entzerrung der Klassenarbeiten unterstützt das langfristige und nachhaltige Lernen und vermeidet eine Überforderung der jungen Schülerinnen und Schüler. Klassenarbeiten dürfen nicht am Nachmittag geschrieben werden; mündliche Leistungsüberprüfungen hingegen dürfen auch am Nachmittag durchgeführt werden.
  8. An Tagen mit Klassenarbeiten (oder entsprechenden mündlichen Leistungsüberprüfungen) dürfen keine schriftlichen Übungen durchgeführt werden, ausgenommen kurze Vokabeltests.
  9. Der Klassenlehrer erarbeitet zu Beginn des Halbjahres mit der Klasse einen LÜZ-Plan, der organisiert, an welchem Wochentag für welches Fach gearbeitet werden soll und welche Materialien die Schülerinnen und Schüler mitbringen sollen. Nach Möglichkeit soll jedem Hauptfach ein fester Tag zum Bearbeiten der Lernaufgaben zugewiesen werden.
  10. Ein von der Schule gemeinsam mit Schülern und Eltern gestalteter Schulplaner, der sogenannte Leo-Planer, dient der Kommunikation mit den Eltern. Hier können Lehrer und Betreuer bzw. Eltern Beobachtungen zum Lern- und Arbeitsverhalten der Schülerinnen und Schüler zur Kenntnisnahme und Information der jeweils anderen Seite notieren.

 

 

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